#1/4: Instagram Detox

Es ist schon einige Zeit her, als ich hier erwähnte, dass ich eine Instagram-Pause eingelegt habe und wie gut mir das getan hat. Nun ja, einige Zeit später landete die App doch wieder auf meinem Homescreen. Ich konnte es einfach nicht lassen und auch wie damals bereits erwähnt, habe ich es vermisst, Bilder mit der Welt und mit meinen Freunden zu teilen.

Die letzten Tage habe ich jedoch gemerkt, dass ich wieder viel zu viel Zeit auf der Plattform verbracht habe und oft schlecht gelaunt die App schloss. Irgendwie hat mir der Zeitvertreib auf Insta mehr Energie geraubt, als dass es mir Spaß machte, Bilder zu teilen. Als ich dann noch Fotos und Stories aus der wundertollen und perfekten Influencer-Welt gesehen habe, hatte ich erst recht keinen Bock mehr. Es hatte irgendwie keinen Mehrwert. Und so wurde es wieder einmal Zeit, die App zu löschen. Aber diesmal für vier Wochen. Wahrscheinlich wird es einige meiner Follower gar nicht großartig interessieren, aber für diejenigen, die es interessiert ist es mir wert; Die kommenden Dienstage werde ich mit Euch meine Erfahrung ohne die App Instagram teilen. In der Hoffnung, dass ich da draußen vielleicht auch jemand anderen motivieren kann, Abstand zu nehmen. Sofern diejenige Person bemerkt, dass ihr Instagram ebenfalls nicht gut tut, versteht sich.

Na dann wollen wir mal!

Woche 1

Das hört sich jetzt total dramatisch an, wenn ich schreibe, dass ich schon eine Woche kein Instagram mehr habe. „Wow, Leni, toll.“ mag sich da vielleicht einer mit ironischem Unterton denken. Und eigentlich hat sich auch bei mir nicht viel getan, sondern eher verbessert. An die App selbst muss ich so gut wie nie denken und wenn doch, dann spricht eigentlich nur die Neugierde aus mir heraus. „Was wäre, wenn dir jemand eine total wichtige Nachricht geschrieben hat und du kannst sie jetzt nicht sehen?“ wäre da ein Paradebeispiel. Betrachte ich diese Frage nochmals genauer, muss ich meist schmunzeln, weil ich merke, was mein Kopf mir für ein Streich spielen will. Wäre die Nachricht wirklich so wichtig, dann würde ich diese sicherlich nicht auf erstem Wege über Instagram bekommen. Ha!

Was mir dadurch nochmal mehr aufgefallen ist: Es ist total wichtig, die Gedanken, die in dieser Zeit aufkommen zu reflektieren. „Stimmt es tatsächlich, dass ich etwas Wichtiges verpasse, wenn ich die App nicht nutze?“ oder „Fehlt es mir wirklich, keine Bilder mehr mit meinen Followern teilen zu können?“. Viele der Gedanken sind schlichtweg Quatsch, aber manchmal ist auch ein Gedanke dabei, der vor Augen führt, was einem beim Nutzen der App überhaupt wichtig ist. Bei mir ist das – wie bereits erwähnt – das Teilen von meinen Fotografien. Das geht natürlich nicht nur auf Instagram, deswegen teile ich meine Bilder eben kurzerhand auf diesem Blog. Problem gelöst! Und der nette Nebeneffekt: Ich gehe mehr raus, um zu fotografieren und kreiere somit automatisch mehr Content. Eine Win-Win-Situation also.

Besonders gut gefällt mir im Moment, dass ich nicht 24/7 sehe, was die Leute machen, denen ich folge. Klar, Stories sind cool, aber es wäre doch viel wichtiger, dass ich mich auf meine eigenen kommenden 24h (naja, nicht ganz. Vor allem nicht, wenn ich weiterhin so oft ausschlafe.) fokussiere, statt auf die der anderen. Dadurch bin ich wie in meiner „eigenen kleinen Welt“ und nur mit den Personen konfrontiert, die ich da auch reinlasse. Das tut gut.

Mal sehen, was ich die kommenden Wochen noch herausfinde. Ich bin gespannt.

Liebe Grüße,

Leni x

9 Antworten auf “#1/4: Instagram Detox”

  1. Hallo Leni,
    erst mal danke für deinen Erfahrungsbericht. Ich werde auch in den kommenden Wochen deinen Beiträgen aufmerksam folgen, um vielleicht etwas mehr über Instagram zu lernen/erfahren.
    Auch ich habe mir Anfang letzten Jahres ein Instagram Account zugelegt, um mal zu erfahren, was ist Instagram und was könnte es mir bringen, zumal in meinem Heimatlandkreis gerade ein Instagram Wettbewerb am Laufen war, wo man über ein halbes Jahr seine Bilder (aus der Stadt und Landkreis) posten sollte und zum Abschluss gab es die Top 100 und die Top 3. Hat Spaß gemacht, die Bilder von anderen zu sehen und neue Motive zu erkunden. Wenn ich dann aber auf das ein oder andere Account geschaut habe und gesehen habe, dass so mancher 5000 Follower hat und selbst auch 5000 folgt, dann habe ich mich gefragt, wie funktioniert so etwas. Wie kann sich jemand täglich 5000 Bilder anschauen, like, kommentieren? Da ist er doch den ganzen Tag beschäftigt, mit nicht anderem als Instagram zu befriedigen. Was für einen Sinn soll das haben?
    Gut, ich bin jetzt schon ein paar Tage älter, bin zwar so ziemlich für alles offen, aber mit dem Sinn und Zweck von Instagram im Generellen, habe ich so meine Probleme. Daher weiß ich auch noch nicht, ob ich mein Account in Zukunft weiterführen werde. Im Augenblick ruht es, da ich immer nur zeitnahe Bilder gepostet habe und Corona uns z.Zt. ausbremst.
    Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass ich jetzt (ohne Instagram) mehr Zeit für meine Outdoor-Aktivitäten habe und auch mein Blog davon profitiert. Und vor allem, das nervige, permanente Nachschauen, was hat der/die/das gepostet, war/ist mir einfach zu viel. Vielleicht kann ich ja noch was von dir lernen und führe mein Account fort.
    Bin schon auf deine nächsten Berichte gespannt!!
    Bis dahin und bleib gesund
    Roland

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    1. Danke für deinen tollen Kommentar! Ich finde es immer wieder interessant das Thema mit anderen Menschen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Und ja, das ist enorm viel Aufwand so vielen Menschen zu folgen und demzufolge ständig „aufs Handy zu glotzen“, die App zu aktualisieren oder das zu Gefühl haben, dass man vielleicht etwas verpasst hat. Das ist unterschwellig total der Stress und nimmt – wie gesagt – auch super viel wertvolle Zeit in Anspruch. Ich kann momentan wie Du die neu gewonnene Zeit auch viel sinnvoller nutzen, statt am Handy zu hängen und ein Leben zu verfolgen, das gar nicht meins ist. Freut mich, dass Du mich begleitest auf dieser „Reise“!
      Hab einen schönen Abend, Leni

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  2. Hallo 🙂 Ich sollte auch mal wieder einen Instagram Detox machen… Bei mir ist es leider jedes Mal so, dass ich mich im Internet, also über den Browser, anmelde. Da verbringe ich insgesamt weniger Zeit, aber ich kann es irgendwie trotzdem nicht lassen. Argh. Sehr nervig. Hm, vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal. Das ist eigentlich schon traurig, wenn ich sowas schreibe, aber so geht es bestimmt vielen und ich finde auch deine Aspekte mit dem Reflektieren sehr wichtig! Danke für den Beitrag. Grüße, Sophia.

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    1. Hey hey 🌷 Das mit dem Internetbrowser kenne ich gut 😂 aber das ist ja schonmal ein Anfang! Manchmal ist auch einfach noch nicht die Zeit für einen kompletten Insta-Detox gekommen. Halte mich aber auf dem Laufenden sobald Du dich auch dazu entscheidest!
      Liebe Grüße auch an Dich, Leni

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  3. Hallo Leni!
    Ich finde deinen Instagram Detox Beitrag super spannend. Ich habe selbst 2016/2017 für 1 1/2 Jahre komplett auf Instagram verzichtet und kann dich sehr nachempfinden! Am Anfang vermisst man das Teilen und austauschen und irgendwann kommt der Moment in dem es einfach befreiend ist. Ich bin gespannt wie es dir weiter ergeht-

    Liebe Grüße
    Maren

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      1. Vor allem die arbeit. Ich arbeite im Marketing und da muss man sich dann doch auch auskennen und auf dem neuesten Stand bleiben. Fürs Bloggen wird Instagram auch immer relevanter.

        Liebe Grüße
        Maren

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